Unser diesjähriges Jahrestreffen findet am 25. Mai 2019 wie gewohnt in der Festhalle in Gestratz bzw. in der Fachklinik Schönau statt. Das Motto lautet "Hilfreiche Beziehungen". Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen!

Fachtag 2019

Fachtag in der AWO Fachklinik Schönau

Alkohol schadetdem ungeborenen Baby in der Schwangerschaft , das ist längst keine neue Erkenntnis. Das Ausmaß und die Häufigkeit vom fetalen Alkoholsyndrom (FASD) ist jedoch schockierend. In Deutschland sind nach neuesten Schätzungen aus dem Drogen- und Suchtbericht 1,5 Mio Menschen von FASD betroffen. Wenn die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert können irreparable Hirnschädigungen und Störungen des zentralen Nervensystems mit lebenslangen Einschränkungen folgen.

"Mut zur Veränderung"

War das Motto des 44. Jahrestreffen der AWO Fachklinik Schönau. Über 200 ehemalige und aktuelle Patienten und Mitarbeiter trafen sich in der gut gefüllten Argentalhalle in Gestraz zu einem Fest des Wiedersehens und Mitmachens. Viele die seit Jahren keinen Alkohol mehr konsumieren sind dankbar und froh um die wiedergewonnene Lebensqualität und ihren damaligen Mut Hilfe anzunehmen und sich in der Fachklink Schönau Hilfe zu holen. Wie schwer es ist Veränderungen einzuleiten erläuterte der therapeutische Leiter Thomas Richter in seinem Vortrag, der gleichzeitig dazu ermutigte das ein kleiner Schritt der Veränderung dem Leben wieder Sinn und neue Richtung geben kann. Ohne Angst verlässt man seine „Komfortzone“ nicht.

Auf der Suche nach neuen Kraftquellen 

Depression – Sucht – Burnout
Mit großem Fachwissen, Menschlichkeit und Demut vor der Individualität der Patientinnen und Patienten bereicherte Dr. med. Jochen von Wahlert  den diesjährigen Fachtag der AWOFachkliniken Legau und Schönau. Depression als Volkskrankheit ist längst zur zweithäufigsten Diagnose neben der Suchterkrankung der Fachkliniken geworden. Die Ursachen sind multifaktoriell und auch die Symptome, so Dr. Wahlert, vielfältig wie die Menschen, die unter ihnen leiden. Die sekundäre Traumatisierung der Kinder der Nachkriegsgeneration, Bindungsstörungen, Trauma, Genetik aber auch die Folgen von vielen Medikamenten, Stress bis hin zur  Zusammensetzung der Darmbakterien etc.